Heute gibt es am letzten Tag des Monats Oktober wieder einen Gesamtüberblick über das wichtigste Baugeschehen zwischen Rummelsburg und Warschauer Straße von mir. Ich habe die Bilder diese Woche an verschiedenen Tagen gemacht, daher auch das unterschiedliche Wetter.Das aktuelle Baugeschehen erkläre ich dieses Mal wieder direkt unter den Bildern. Fangen wir gleich in Rummelsburg an.
Die Arbeiten am Trogbauwerk in Rummelsburg schreiten weiter voran. Blockweise wird die lastverteilende Betonplatte hergestellt.
Die ersten Bereiche der lastverteilenden Platte sind bereits mit Bitumenbahnen abgedichtet, eine Entwässerung leitet anfallendes Regenwasser ab.
Blick vom Ausgang Hauptstraße Richtung Westen. Hier wird gerade bei einem weiteren Teilstück die lastverteilende Platte betoniert.
Gleicher Standpunkt, Blick nach Osten. Hier endet das Trogbauwerk und geht in eine Stützwand aus Beton über. Bei der Vorbeifahrt mit dem Regio kann man gut erkennen dass die Stützwand bis kurz vor die Schlichtallee reicht.
Karlshorster Straße, seit einigen Tagen fährt nun auch die Tram 21 wieder durchgehend zwischen Lichtenberg und Schöneweide, das Umsteigen entfällt. Bedient wird die 21 mit Zweirichtungszügen, so dass auch am Frankfurter Tor nun der Mittelbahnsteig der M10 Haltestelle genutzt werden kann.
Das Wand des Trogbauwerks ist zwischen östlichem Brückenwiderlager und dem östlichen Ende nun durchgehend. Einige Blöcke müssen jedoch noch mit Beton verfüllt werden.
Unter der neuen Brücke Karlshorster Straße, sie wird wohl auch künftig zu niedrig für Doppeldeckerbusse der BVG bleiben.
ein kleiner Abstecher nach Norden zu den alten Brücken der S-Bahnstrecke von und nach Lichtenberg. Hier wurden die Brücken bereits ausgehoben und die Widerlager abgerissen. Die Stützwand dürfte demnächst folgen.
Zurück an die Hauptstraße, hier wird der neue Bahndamm bereits aufgeschüttet, verfestigt und in Form gebracht. Warum er hier allerdings so extrem breit ist lässt sich nicht erklären.
Hier gut zu sehen, die extreme Breite des neuen Bahndamms. Der Kabelkanal bildet den südlichen Abschluss der Bahntrasse.
Platz für die Baulogistik. Durch die Zufahrt von der Karlshorster Straße kann das gesamte Baugeschehen zwischen den Gleisen nun per LKW abgewickelt werden ohne den Bahnverkehr über die Schranken zu beeinflussen. Hier wird nun erst mal viel Abbruchmaterial vorsortiert und abgefahren.
Nachfolgend noch ein Youtube Video von der Vorbeifahrt an der Baustelle in Berlin Rummelsburg vom letzten Wochenende.
Ostkreuz
Nun zum Ostkreuz. Hier konzentrieren sich die Arbeiten nun im Wesentlichen auf die Herstellung der Verbindungskurve der S9 sowie auf den Abriss des alten Bahnsteigs E. Die Verschalung für die ersten Brücken der Verbindungskurve wächst immer weiter Richtung Osten
Oben auf dem alten Bahndamm werden direkt hinter dem alten Brückenwiderlager Bohrpfähle gegründet. Sind diese fertig kann das alte Widerlager samt Stützwand abgetragen und das neue Widerlager errichtet werden. Deshalb hat man das alte Widerlager auch so lang stehen lassen. Im Vordergrund zu sehen, der Abriss des alten Bahnsteigs E hat besonders im Bereich der künftigen A100 schon begonnen.
Ein kurzer Abstecher auf den Bahnsteig D, hier fehlen am historischen Dienstgebäude nur noch wenige Steine und natürlich die Fenster sowie die Eingangstür.
Schön ist es geworden, besonders in der tief stehenden Abendsonne. Leider wird es wohl ohne Bauzaun nicht lange so schön aussehen, der Respekt vorm Handwerk ist eben dahin.
Der ehemalige Bahnsteig E gleicht einer Trümmerwüste. In wenigen Wochen wird hier der Schlitzwandbagger seine Arbeit für die A100-Vorleistung verrichten.
Oben auf dem Bahndamm der Verbindungskurve werden die Brückenteile miteinander verbunden. Nach dem Einschub der Stahlteile wird ein Betontrog oben drauf betoniert, auf diesem verläuft dann das S-Bahngleis.
Blick von der Modersohnbrücke auf das Rampenbauwerk der Verbindungskurve. Gut zu sehen, die Rampe macht noch mal einen kleinen Schwenk nach Norden bevor es nach Süden abbiegt. Nach meinen Informationen soll die Verbindungskurve später mit 80km/h befahren werden können. Oben links im Bild zu sehen, die Pfahlbohrmaschine auf dem alten Bahndamm zur Herstellung des neuen Brückenwiderlagers
Ebenfalls von der Modersohnbrücke, Blick auf das neue Fernbahngleis. Es reicht nun fast bis ans Ostkreuz ran. Ich vermute es wird im nächsten Frühjahr komplett zwischen Warschauer Brücke und Schlichtallee in Betrieb genommen.
Warschauer Straße
Im Bereich Warschauer Straße haben sich die Arbeiten nun auf den Bau von Kabelkanälen verlagert.
Nur in kleinen Schritten werden an der Warschauer Straße die alten Anlagen des Bahnsteigs A abgerissen. Hier geht alles definitiv langsamer voran als am Ostkreuz.
Westlich der Warschauer Brücke ist ebenfalls eine kleine Logistikfläche entstanden. Hier ist alles viel beengter als am Ostkreuz.
Still ruht der See heisst das Motto beim Bau der neuen Eingangshalle. Hier sind seit Eröffnung des neuen S-Bahngleises keine Arbeiter mehr zu sehen gewesen. Ob wie hier im Bild erst Platz geschaffen werden muss…
…oder ob das andere Gründe hat kann ich nicht sagen. Die Baustelle wirkt jedenfalls verlassen. Diese Woche hat ein Arbeiter die Baucontainer westlich der Warschauer Brücke mit Gittern verschweist. Hoffentlich geht man hier einfach bloß in die Winterpause weil eben ringsum noch Platz geschaffen werden muss.
Auch hier gibt es noch ein Youtube Video von der Durchfahrt durch den Baustellenbereich.
Ihr habt Fragen? Stellt sie mir in den Kommentaren, ich versuche sie so gut es geht zu beantworten.