Auch in den Sommerferien geht es in diesem Jahr mit den Bauarbeiten zwischen Ostkreuz und Ostbahnhof ordentlich voran. Im letzten Jahr sah das leider etwas anders aus. Am Montag war ich entlang der Großbaustelle unterwegs und habe einige Fotos gemacht. Meine Zusammenfassung zum momentanen Baufortschritt:
Oben am Regionalbahnsteig der Ringbahn werden nun wieder Gleise verlegt. Als hier die S-Bahn noch hielt waren die Gleise in feinem Schotter auf einem sehr dünnem Bett verlegt, damit glich man die Bahnsteighöhe an. Nun kommt der „normale“ Schotter zum Einsatz und das Gleis liegt künftig für Regios höher.
Die neue Fernbahntrasse ist nun komplett verschwenkt, östlich und westlich des Ostkreuzes schwenken die Gleise in leichten Kurven wieder in die bestehenden Betriebsgleise ein. Unterhalb der Ringbahn finden bereits erste Arbeiten zur Baufreimachung statt um den unteren Regionalbahnsteig aufbauen zu können.
Vom Bahnsteig D verschwindet von Tag zu Tag ein Stück mehr. Vom alten Aufsichtsgebäude ist nur noch das Stahlgerippe übrig, eine der Treppen von der provisorischen Fußgängerbrücke runter zum Bahnsteig wurde bereits entfernt. Sichtbar geworden ist an einer Stelle auch eine „alte Schicht“ Bahnsteigbelag. Er muss aus den Anfangsjahren des Ostkreuzes stammen und liegt ein ganzes Stück tiefer. Einst als es in Berlin noch keine elektrische S-Bahn gab und alle mit Dampf betrieben wurde, waren die Bahnsteige wesentlich flacher. Unten im Bild kann man die alte Bahnsteigoberfläche erkennen.
An der alten Rampe von und zum Bahnsteig A an der Kurve zur Ringbahn finden nun auch wieder Erdarbeiten statt. Es lässt sich leider nicht erkennen was genau gemacht wird, es sieht aber so aus als würde eine alte Schicht Schotter abgetragen und abgefahren.
Ein RE1 passiert auf neuer Trasse den Bahnhof Ostkreuz
Unter der Ringbahnbrücke finden erste Arbeiten zum Bau des unteren Regionalbahnsteigs statt
Die Vorleistung der A100, rechts folgt dann ein weiteres Stück der A100 wenn der untere Regionalbahnsteig fertig ist
Auf dem Bahnsteig D tritt eine weitere alte Bahnsteigoberfläche aus alten Zeiten zum Vorschein, sie liegt wesentlich tiefer und besteht ebenfalls aus kleinem Mosaikpflaster
Das östliche Ende des alten Bahnsteigs D. Das neue östliche Ende wird später weit unter der Ringbahnbrücke liegen
Von der alten Aufsicht auf Bahnsteig D ist nur noch ein Stahlgerippe übrig. Es steht auf der künftigen Gleistrasse und wird wohl nicht erhalten bleiben
Eine Treppe von derFußgängerbrücke zum Bahnsteig D hat man bereits abgebaut. Nach Fertigstellung des neuen Bahnsteigs D im Sommer 2014 geht’s vorerst nur noch über den Ringbahnsteig zu den Ausgängen
Ein Bagger lädt den Abraum auf den Bauzug…
…hier in diesem Bereich beginnen bald die Arbeiten für ein weiteres Stück der A100 Vorleistung
Die Aufsichten von Bahnsteig D und E
Hier rechts im Bild entstehen die neuen Rampen von und zur Ringkurve
Die neue Fernbahntrasse von der Modersohnbrücke aus fotografiert. Lage und Anschlüsse der Fernbahngleise werden sich nochmals verändern
Am alten Bahnsteig A finden wieder Erdarbeiten statt, alter Schotter wird abgetragen
Zum Schluss geht der Blick noch rüber zur Warschauer Straße. Hier arbeitet man am östlichen Gleisvorfeld der künftigen nördlichen S-Bahngleise. Eine Weichenanlage wird eingebaut. Am alten Bahnsteig A wird eine provisorische Beleuchtungsanlage installiert. Die Vermutung: das Dach des alten Erkner-Bahnsteigs wird schon jetzt abgebaut. Das wäre logistisch auch sinnvoll, da man jetzt noch das alte S-Bahngleis durch den alten Tunnel zum Ostbahnhof und somit die Verbindung zu den Fernbahngleisen für Bauzüge nutzen kann. Am westlichen Ende des Erkner-Bahnsteigs hat man bereits ein Stück vom Dach, so wie das letzte Betriebsgebäude des alten Bahnhofs entfernt. Nun besteht Baufreiheit um die Fundamente der neuen Empfangshalle zu gründen.
Das östliche Gleisvorfeld an der Warschauer Straße erhält jetzt schon seine spätere Weicheanlage
Das DB Nachtzug-Werk erhält scheinbar eine östliche Einfahrt
Am alten Erkner-Bahnsteig wird eine provisorische Beleuchtung aufgebaut. Wird das Dach bald abgebaut?
Künftig können hier dann auch wieder Züge der Linien S3 und S9 fahren
Das letzte Betriebsgebäude des alten Bahnhofs Warschauer Straße ist abgerissen
Nun ist die nötige Baufreiheit zum Bau der neuen Empfangshalle geschaffen